Wir sind sehr beeindruckt von den ersten Ergebnissen der klinischen Untersuchungen, erklärt H. Alexander Arts, HNO-Professor an der University of Michigan. Er und seine Kollegen an weiteren US-Gesundheitszentren überprüfen das Implantat auf seine Effektivität.
Soundbridge besteht aus zwei Teilen. Ein Umwandler in der Größe eines Reiskorns wird an einem Mittelohrknochen (dem Amboß) angesetzt: Der Umformer, ein Magnet mit Spule, versetzt den Knochen in Schwingungen, wodurch der Hörnerv stimuliert wird. Dieser wiederum leitet die Signale zum Hirn. Hinter dem Ohr - ebenfalls unter der Haut - wird ein Sender angebracht - der mit dem Umformer verbunden ist.
Die zweite Geräte- Komponente sitzt auf der Haut, direkt über dem Sender und wird mit einem Magneten gehalten. Die externe Vorrichtung empfängt den Ton, wandelt ihn in elektrische Signale um und überträgt sie an den implantierten Sender, erklärt Arts.
Die Operation dauert etwa zweieinhalb Stunden und verursacht kaum Schmerzen, berichtet der Mediziner. Nach zwei Tagen seien die Patienten wieder arbeitsfähig. Auf das neue Hörerlebnis müssen sie allerdings zwei Monate warten - bis die Operationswunden ausgeheilt sind. Dann wird das externe Gerät angebracht und ein Spezialist passt Lautstärke und andere Frequenzeinstellungen an den Patienten an.
Dörte Saße und UniSci
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