Inhaltsverzeichnis:
1. Vorwort : Was ist HIMILIS ?
2. Firmen-Anschriften
3. Allgemeine Hinweise
3.1. Zum Stellenwert von EDV-Hilfsmitteln und zur Beratungsstruktur
3.2. Neutrale umfassende Beratung - wo ?
3.3. Literatur, weitere Informationsquellen
3.4. Neuigkeiten / Trends der Produktangebote
3.5. Zur Finanzierung der Hilfsmittel4. Produktliste
"HIMILIS" (= "Hilfsmittel-Liste für Sehgeschädigte") ist eine
kompakte, aber fast voll-ständige Produkt-Übersicht über
elektronische Hilfsmittel für Sehbehinderte und Blinde auf dem deutschen
Markt. Die hier vorleigendee Version 3.1 erfaßt den Stand am 1.12.1997 ,
d.h. nach der REHA-Messe in Düsseldorf im Oktober 1997.
Die Produkte sind nach einem einfachen Schema gegliedert (vgl. Kap. 4.0). Nicht
enthalten sind Produkte des allgemeinen EDV-Marktes, Zubehör, komplette
Arbeitsplatzausstattungen sowie Spezialhilfsmittel für
Mehrfachbehinderte.
HIMILIS soll Sehbehinderten und Blinden, aber auch ihren professionellen Helfern,
einen schnellen Überblick über das in rascher Entwicklung befindliche
Hilfsmittelangebot ermöglichen und den Zugang erleichtern. HIMILIS kann aber
ein genaues Studium der Firmen-Prospekte und der Produkte sowie eine genaue
Beratung und eine vergleichende Erprobung nicht ersetzen (s. dazu auch Kap. 3:
Allgemeine Hinweise).
HIMILIS entstand als Selbsthilfeprodukt; es wurde nicht aus öffentlichen
Mitteln oder durch Spenden gefördert; zur Finanzierung trugen die Inserate
bei. HIMILIS ist um Neutralität bemüht. Auf Bewertungen der Produkte und
Firmen wurde verzichtet.
Alle Angaben sind sorgfältig recherchiert und zusammengestellt, jedoch ohne
Gewähr. Der Autor ist für Hinweise auf Fehler und auf nderungen dankbar.
Den Firmen, die fast ausnahmslos sehr bereitwillig ihre Informationen
bereitstellten und Nachfragen beantworteten, sei hier ausdrücklich gedankt.
Besonders danke ich auch meiner Ehefrau Ilse und Frau Jutta Fürst für
ihre Mithilfe.Erfaßte Firmen
Aus Platz- und Übersichtsgründen konnten nicht alle Anbieterfirmen
berücksichtigt werden, sondern nur:
Bei Firmen, die in HIMILIS nur an einer Stelle auftauchen, ist die Anschrift
direkt dort angegeben.
Weitere Adressen sind gesondert zusammengestellt (z.T. noch im Aufbau). Diese
befinden sich in der Disketten-Version von HIMILIS und im Internet (s. S. 3).
Durch die nachfolgende Liste von EDV-Hilfsmittelfirmen für Sehbehinderte und Blinde wird das Produkt-Angebot in Deutschland - nahezu - voll abgedeckt. Die Auswahlkriterien und Hinweise auf weitere Firmen finden Sie im Vorwort.
| Firma (Name ggf. gekürzt) | Anschrift | Telefon |
|---|---|---|
| Baum Elektronik GmbH | Schloß Langenzell, 69257 Wiesenbach | 06223 / 4909-0 |
| Ludwig Becker (...) | Schulstr. 6, 76889 Gleiszellen | 06343 / 2032 |
| Blista brailletec | Industriestr. 11, 35041 Marburg | 06421 / 802-0 |
| BeTa Hilfen für Sehgesch. | Hauptstr. 6, 74869 Schwarzach | 06262 / 9207-0 |
| B ∓ M Ingenieurbüro | Industriestr. 10, 23740 Neustadt | 04561 / 1 65 88 |
| CareTec Deutschland GmbH | Friedrichstr. 43, 75015 Bretten | 07252 / 95 72 95 |
| Deininger Mob.Hilfsm.-Zentrale | Hauptstr. 64,64625 Bensheim | 06251 / 6 48 81 |
| ETeX, Zum Jungen Str. 17 | 60302 Frankfurt | 069 / 9565 2050 |
| Frank Audiodata | Kriegsstr. 13-15, 68794 Oberhausen-Rheinh. | 07254 / 505-0 |
| Handy Tech Elektronik GmbH | Brunnenstr. 10, 72160 Horb | 07451 / 5546-0 |
| hedo Softw.+Systeme GmbH | Klausner Ring 18, 85551 Kirchheim | 089 / 904 89 90 |
| IHACA Informationstechnik | Kronenstr. 23, 44139 Dortmund | 0231 / 55 46 41 |
| KTS (...) GmbH∓Co | Herzenhaldenweg 10, 73095 Albershausen | 07161 / 3 70 23 |
| Dr. Lang | Rabenauer Str. 7-9, 35457 Lollar | 06406 / 9 00 00 |
| Novotech GmbH (...) | Kaltbrunner Str. 24, 78476 Allensbach | 07533 / 9321-0 |
| OPTO-VID (...) GmbH | Am Gewerbepark 7, 64823 Groß Umstadt | 06078 / 7 46 20 |
| OPTRON Knüpfer Elektronik | Postf. 1236, 64819 Groß-Umstadt | 06078 / 91 10 87 |
| F.H. Papenmeier GmbH∓Co.KG | Postfach 1620, 58211 Schwerte | 02304 / 946-0 |
| Pulsedata Deutschland GmbH | Hildegardstr. 25, 42549 Velbert | 02051 / 8 78 95 |
| Reinecker (...), Sandwiesenstr. 19 | 64665 Alsbach-Hähnlein | 06257 / 4897 |
| SynPhon (...) GdBR | Karl-Weysser-Str. 10, 76227 Karlsruhe | 0721 / 49 70 77 |
| Thiel GmbH∓Co.KG | Pauerweg 4, 64342 Seeheim-Jugenheim | 06257 / 2035 |
| Tieman GmbH | Fritzlarer Str. 25, 34613 Schwalmstadt | 06691 / 9617-0 |
3.1. Zum Stellenwert von elektronischen Hilfsmitteln und zur
Beratungsstruktur Durch die Computer-Technologie sind in den letzten Jahren
wertvolle zusätzliche Hilfen für Sehbehinderte und Blinde entstanden und
noch in rascher Entwicklung. Wir wollen mit dieser Broschüre für
Betroffene und deren professionelle Helfer den Überblick erleichtern und zu
sachgerechten Entscheidungen beitragen; dazu dienen auch die nachfolgenden
Hinweise und Denkanstöße über die derzeitigen Informations- und
Beratungsmöglichkeiten. Mit diesen einleitenden Worten wollen wir zugleich
aber auch vor Einseitigkeit und vor übertriebenen Erwartungen warnen - wozu
diese Broschüre möglicherweise ungewollt beitragen könnte. Viele
der neuen Hilfsmittel stellen z.B. relativ hohe Anforderungen bzgl. der Bedienung;
sie können außerdem die Informationsaufnahme eines Normalsichtigen
weiterhin nur zu einem sehr kleinen Bruchteil ermöglichen. Die direkte
Kommunikation mit Mitmenschen kann und darf nicht ersetzt werden.
Eine effektive Hilfe für sehgeschädigte Menschen setzt einen
ganzheitlichen Blick auf seine medizinische, berufliche, soziale und
persönliche Situation voraus. Eine solche ganzheitliche Sichtweise ist im
deutschen Reha-System jedoch leider kaum zu finden, weder seitens der
Beratungsstruktur noch seitens der Finanzierung von Maßnahmen.
Als Betroffene wünschen wir einen solchen ganzheitlichen Ansatz. Das
wäre z.B. möglich mit staatlichen "Low-Vision-Zentren", in denen
zugleich
Deutschland ist hier hinter der Entwicklung in einigen europäischen Nachbarländern zurück. Die weiteren Tips richten sich vor allem an Betroffene, um unter den jetzigen Gegebenheiten möglichst gutzurechtzukommen.
3.2. Neutrale umfassende Beratung: Wo?Es ist einleuchtend, daß EDV-Hilfsmittelfirmen die oben beschriebene
Gesamtberatung und -betreuung nicht leisten können; sie haben nicht alle
erforderlichen Kompetenzen und müssen natürlich auch "parteiisch"
bleiben. Grundlegend sollte die Klärung des Befundes und des Verlaufs der
Krankheit bzw. Sehbehinderung durch Augenärzte sein. Der Berufsverband
derAugenärzte, BVA, Wildenbruchstr. 21, 40545 Düsseldorf, Tel. 0221 / 57
03 10 gibt auf Anfrage Adressen von Augenärzten weiter, die sich
(gemäß einer Umfrage) besonders um die Belange Sehbehinderter
bemühen.
Bei der Wahl von Hilfsmitteln sollten Sehgeschädigte optische Hilfsmittel so
gut und lange wie möglich ausschöpfen, bevor sie zu elektronischen
Hilfsmitteln greifen; denn diese sind handlich, mobil und vergleichsweise
preiswert. Auch spezielle Beleuchtung u.a. ist nützlich. Durch gute Beratung
sind oft noch einfache Problemlösungen möglich!
Speziell ausgebildete - und geprüfte - "Low-Vision-Optiker" gibt es in
Deutschland leider nicht; es gibt immerhin Einzelinitiativen wie den "Arbeitskreis
vergrößernde Sehhilfen" in Berlin. Der Zentralverband der Augenoptiker
ZVA, 40210 Düsseldorf, Alexanderstr. 25 a, Tel. 0211 / 320697 hat eine Liste
von Optikern zusammengestellt, die sich als kompetent für Sehbehinderungen
gemeldet haben (Umfrage 1997; als Broschüre erhältlich oder direkte
Einzelauskunft).
Die umfassendste Übersicht und Beratung bei elektronischen Hilfsmitteln
erhält man wohl in den Berufsbildungs- bzw. Berufsförderungswerken (BBW
bzw. BFW) für Blinde und Sehbehinderte; manche bieten auch
Einführungskursean:
BBW Chemnitz Flemmingstr. 8 09116 Chemnitz 0371 / 353142
BFW Düren Karl-Arnold-Str. 132-4 52349 Düren 02421 / 598-0
BFW Halle Bugenhagenstr. 30 06110 Halle 0345 / 1334-0
BFW Heidelberg Postfach 10 14 09 69004 Heidelberg 06221 / 88-1
BBW Soest Hattruper Weg 70 59494 Soest 02921 / 684-0
BBW Nicolaspflege Stgt Am Kräherwald 271 70193 Stuttgart 0711 / 6564-0
BFW Süddt. Rehawerk Helen-Keller-Str. 5 97209 Veitshöchheim 0931 /
9001-0
Diese Institutionen sind allerdings vorrangig oder gar ausschließlich für berufliche (nicht medizinische und soziale) Rehabilition zuständig. Die Blindenstudienanstalt Marburg (BLISTA) hat neben einem (Blinden-) Gymnasium und einer Blindenbücherei u.a. auch eine gut mit optischen und elektronischen Hilfsmitteln ausgestattete Beratungsstelle. Anschrift: Blista-RES, Biegenstr. 22, 35037 Marburg, Tel. 06421 / 606-173. Zunehmend engagieren sich auch Universitätskliniken im Low-Vision-Bereich, und richten eigene Abteilungen dafür ein. Stellvertretend seien genannt:
Gute Beratung und Ausstattung bietet z.B. auch: IRIS = "Institut zur Rehabilitation und Integration Sehgeschädigter e.V.", Bachstr. 30, 22083 Hamburg, Tel. 040 / 229 30 26.
3.3. Literatur / Weitere Informationsquellen (Stichworte) / DatenbankenFolgende Datenbanken im Behindertenbereich bieten auch Informationen über Hilfsmittel (auf CD-ROM oder "online"), z.T. auch sehr blindenfreundlich; die Daten sind unterschiedlich aktuell und vollständig; die Beschreibungen sind i.a. "nur" die Herstellerangaben.
Zunehmend sind Hilfsmittel-Informationen auf dem Internet verfügbar, nicht nur von den Firmen (man suche sie i.a. einfach unter deren Namen), sondern auch von versch. Institutionen und Organisationen.Mailboxen Es gibt etliche Mailboxen für Sehbehinderte und Blinde, z.B.
Weitere Informationsquellen über Sehbehinderten- und Blindenhilfsmittel
Es gibt eine gegenläufige Entwicklung:
Zum einen hat die Rechtsprechung in den letzten Jahren etliche Grundsatzurteile
zugunsten einer besseren Versorgung von Sehbehinderten und Blinden geschaffen,
gerade auch bei elektronischen Hilfsmitteln. Zum anderen gibt es allgemeine
Tendenzen zur Verschlechterung von Sozialleistungen auf allen Gebieten; dieser
Trend schlägt evtl. mit durch. Auf Details sei an dieser Stelle nur in
Stichworten eingegangen:
Von Krankenkassen übernommen werden i.a. bei entsprechender Verordnung und
Begründung: Bildschirmlesegeräte (nur sw), geschlossene Textlesesysteme
(d.h. ohne PC-Anschluß) manchmal auch incl. kleiner BRZ,
Farbmeßgeräte, manchmal elektronische Mobilitätshilfen.
Umfassendere Hilfen gibt es bei Arbeitsplatzausstattungen durch die
Hauptfürsorgestellen.
Neuer Trend: Manche Krankenkassen haben Preis-Rabatte bei speziellen Herstellerfirmen ausgehandelt und legen sich auf diese Lieferanten fest. Da Betroffene so in der Produktwahl eingeschränkt werden, sehen wir diese Entwicklung mit Besorgnis.
Originaladresse von dieser Seite:
www.himilis.de